Winternats Friedrichshafen 2007
Die dritte Ausgabe der Winternationals ist Geschichte und ich hoffe, dass alle Teilnehmer es gut nach Hause geschafft haben.
Gegenüber den Vorjahren ist das Feld nun deutlich näher zusammengerückt, die klare Dominanz einzelner Teilnehmer aus Malta, Frankreich oder Österreich ist nun weitaus weniger eindeutig, als z.B. 2005 oder 2006.
Wir hatten dieses Jahr auch wieder einige Teilnehmer mehr und konnten einige Neueinsteiger aus Deutschland und der Schweiz, sowie mit Keith Grech einen weiteren, aber durchaus erfahren Fahrer aus Malta begrüssen.
Auf Grund eines Feierteges am Donnerstag ging die Messe dieses Jahr über 4 Tage, was von einigen Teilnehmern, wie z.B. Peter Kouba, Fred Barthelemy oder Osku Herttua für zusätzliches Testen und Feintuning an ihren Fahrzeugen genutzt wurde. Freitag Morgen stiessen Charles Pace und Keith Grech aus Malta, sowie einige weitere Fahrer hinzu, um sich entsprechend auf das Rennen vorzubereiten.
Messebesucher hatten vor allem Donnerstag und Freitag ebenfalls die Chance, sich auf der Dragsterpiste mit einander zu messen, was vor allem von den jüngeren unter ihnen gerne genutzt wurde.
Freitag Nachmittag war für ein Rennen ausschliesslich für VW-Fahrzeuge reserviert, sozusagen als Generalprobe für die Winternationals.
7 Fahrer aus allen Ecken Europas hatten hierfür z.T. extra VW-Fahrzeuge aufgebaut, so z.B. Osku Herttua/FIN, Fred Barthelemy/FRA, Thomas Schäfer/CH, Dominik Fässler/CH, Alex Mahl/AUT, Peter Kouba/AUT und Kescha Platonow/AUT.
Bedingt durch die unterschiedliche Motorisierung der Autos wurde dieses Rennen im bewährten Bracket-Modus mit Handicap-Start ausgetragen, und Alex bzw. Dominik nutzten ihre Erfahrung sowie die Konstanz ihrer Fahrzeuge zum Finaleinzug.
Alex gewann das Finale mit seinem "Bug Zapper" Käfer - Funny Car und bekam dafür einen von Dominik´s Streetbeetles VW Parts gesponsorten riesengrossen ferngesteuerten Käfer überreicht.
Samstag Morgen wurde es dann endgültig Ernst:
Zunächst wurde die Qualifikation in der Klasse "Parma Stock" augefahren, die jeweils bessere von 2 gefahrenene Zeiten entschied dabei über den Gegner für das Rennen, alle Fahrer konnten jeweils 2 Fahrzeuge an den Start bringen. Auf Grund der (noch) geringen Menge an Haftmittel am Start gelang es (noch) keinem Fahrer, uter 1,000 Sekunden zu fahren, doch Kescha Platonow und Jürg Broder waren mit ihren 1,01-er Zeiten schon einmal nicht sehr weit von der magischen 0,9 entfernt. Überraschungen gab es soweit (noch) nicht, Kescha, Jürg, Fred, Alex und Dominik waren erwartungsgemäss auf den ersten 6 Rängen der Qualifikation platziert.

Als nächstes folgte die Klasse "Publik Race", die ebenso, wie das VW-Rennen am Freitag nach dem Bracket/Handicap-Modus ausgetragen wird.
Die Qualifikationsreihenfolge wird hier im Gegensatz zu den anderen Klassen rein nach der Reaktionseit der Fahrer ermittelt, unabhängig davon, wie schnell das Fahrzeug ist.
Dominik Fässler setzte die Konkurrenz gleich mit einer fast perfekten 0,501 (0,500 ist gleichzeitig mit Grün, also perfekt) unter Druck, was in der Folge auch von keinem mehr erreicht wurde, obwohl Jürg, Osku und auch Silvano Wippel/AUT sehr nahe an ihn herankamen.
Peter Kouba aus Österreich zeigte sich gegenüber dem Vorjahr ebenfalls stark verbessert und überraschte alle mit der 3.- bzw. 5.-schnellsten Reaktionszeit, Titielverteidiger Kescha folgte mit etwas konservativeren Startzeiten auf Platz 7 und 8, wobei die Konstanz seines neu aufgebauten "Hook" (aus dem "Cars" Film) für das Rennen auf Grund des hohen Schwerpunktes, kurzen Radstands und des Antriebs (2 Gp20-motoren und 4-WD) noch etwas zweifelhaft war.
Der Sieger vom Vortag, Alex Mahl, riskierte hier etwas zu viel und klassierte sich mit mehreren knappen Frühstarts am Ende des Feldes.

Nun folgten die (offenen) S16D-Fahrzeuge, eine Kategorie, die ständig wächst und immer populärer wird, da die Kosten hier noch überschaubar sind und man doch vieles selbst schrauben kann.
Die beiden Malteser Keith und Charles wurden ihrer Favoritenstellung gerecht, sie fahren diese Klasse ja schliesslich auch zu Hause in der Meisterchaft, dicht gefolgt vom "wieder auferstandenen" Fred Barthelemy und einem deutlichen Abstand zum restlichen Feld.

Gp12 war die erste der "schnellen" Klassen und "Big Daddy" Fred zeigte nach seinem desaströsen Abschneiden 2006, dass er es doch noch kann: Seine 0,838 führte das Feld an, knapp vor Keith, Keschas neuem Opel GT sowie den beiden Autos von Alex Mahl.
Das Feld lag hier sehr eng beisammen, 11 der 20 Fahrzeuge erreichten Zeiten unter 0,900 Sek., so dass weit und breit kein Favorit auszumachen war.

Gp20 war da schon etwas klarer definiert, Charles und Keith aus Malta fuhren als einzige unter 0,800, gefolgt vom Rookie Roger Lüber aus der Schweiz mit 0.810 und einem Haufen von Fahrern (Fred, Kescha, Alex und Peter) zwischen 0.820 und 0.840.
Der Finne Osku hatte hier nur ein Fahrzeug (gehört seinem finnischen Kollegen Sami Hamidulla) mitgebracht und bekam einen Leihwagen von Fred, welcher jedoch nie sauber lief und seinem neuen Fahrer eine Platzierung weit hinten im Feld bescherte, nicht weit von Charles zweitem, ebenfalls mit Problemen behafteten Fahrzeug.

Sehr gespannt war man auf die diesjährige Top Fuel Dragster Konkurrenz, die sich Dank etlicher neuer Fahrzeuge aus der Schweiz entsprechend imposant präsentierte. Es wurde jedoch schon bald offensichtlich, dass die Neueinsteiger in dieser Klasse noch einen steinigen Weg vor sich haben würden, da ein guter Motor alleine noch lange kein Garant für gute Zeiten ist - die breiten Hinterreifen und der lange Radstand verlangen viel Gefühl beim Kleber/Haftmittel und bei der Einstellung der Schleifer. Daher macht sich die Erfahrung von Fahrern wie Charles, Keith, Kescha und Alex hier besonders bemerkbar - selbst Fred musste sich mit 2 neuen Fahrzeugen mit Platz 10 und 11 zufriedengeben, während die ersten 5 alle zwischen 0,827 und 0,839 lagen.
Keith Grech konnte als einziger beide Dragster in den Top 5 platzieren, Kescha Alex und Charles benutzten offensichtlich etwas ältere bzw. schwächere Motoren in ihrem jw. Zweitfahrzeugen.

Die Qualiläufe der Gp7-Klasse fanden erst am Sonntag statt, und auch hier war das 16-er Feld wesentlich enger, als jemals zuvor. Gleich 5 verschiedene Fahrer fuhren unter 0,500 Sek., 6 weitere Fahrzeuge folgten knapp dahinter mit tw. tiefen 0,5-er Zeiten, so dass sich am Renntag niemand sicher fühlen konnte, die erste Runde zu überstehen.
Charles, Kescha und Fred führten das Feld an, gefolgt von Peter, Holger Boenisch/GER, Kescha und Alex.
Osku hatte mit seinem Top Gun FC als einziger (noch) kein echtes Gp7 Fahrzeug am Start und wurde zudem von einem sich ständig lösendem Ritzel geplagt, das sich einfach nicht anlöten liess.
Im kommenden Jahr sollte jedoch auch er den Anschluss finden, ein Gp7-Fahrzeug ist bereits in Arbeit und steht kurz vor der Fertigstellung.


Zwischen den Qualifikationen am Samstag fand noch eine Verlosung unter allen Teilnehmern statt - dank unserer Sponsoren konnten sich die Gewinner über entsprechend hochwertige Preise wie z.B. ein komplettes Gp20-Fahrzeug von TR/USA oder rennfertige Motoren von Pro Slot und Xtreme Motorsports (beide USA) freuen, dazu kamen u.a. ein Jo-Han Funny Car Bausatz von Hans Rzanys Rennbahn in Heerbrugg sowie einige Ersatzteile von JDS/USA.


Nun zu den Ausscheidungsläufen:
PR und PS wurden am Samstag ausgefahren, und in Public Race musste der Erstqualifizierte wie schon im letzten Jahr bereits nach dem ersten Rennen den Heimweg antreten: Dominik verlor 0:2 gegen einen sehr konstant fahrenden Fabian Bont/CH, der hier an seinem ersten grossen Dragsterrennen teilnahm und sonst die Rundkurse im österreichisch-schweizerischen Grenzgebiet unsicher macht.
Jürg und Alex trafen wie schon 2006 in der ersten Runde aufeinander und Jürg konnte sich mit einem knappen 2:1 für die Niederlage damals revanchieren.
Fred verlor seine beiden Rennen jeweils gegen Gegner aus der Schweiz, zuerst gegen Fabian und dann gegen Thomas Schäfer.
Auch der zweite des letzten Jahres, Patrick Boenisch aus Deutschland, musste diesmal schon früh die Koffer packen, nachdem er zuerst in Runde 1 knapp an Thomas und dann in Runde 2 an Keschas Hook scheiterte.
Osku machte es gegen Hans Rzany zwar etwas besser, flog dann aber mit beiden Fahrzeugen jeweils gegen Jürg in Runde 2 raus.
Kescha brauchte etwas Glück sowie die Frühstarts seines Gegners Alex, um gemeinsam mit Fabian, Geheimfavorit Silvano Wippel und dem in Topform agiereneden Jürg Broder die 3. Runde zu erreichen.
Die Viertelfinalpaarungen lauteten Fabian - Kescha/Hook, Silvano - Jürg, Thomas - Silvano und Kescha/Volvo - Jürg.
Fabians Fahrzeug lief sehr konstant und knapp an der Zeitvorgabe, doch der Rookie aus der Schweiz konnte nicht ganz mit den Reaktionszeiten des Gegners mithalten und musste sich somit mit einem dennoch sehr guten Endergebnis verabschieden, Jürgs Ford war zu konstant für Silvanos Pickup, doch Silvano nutzte seine zweite Chance gegen Thomas mit einer fast perfekten Reaktionszeit von 0,501, während Thomas diese zwar ebenso knapp, jedoch von der falschen Seite her mit einem 0,499-Frühstart verfehlte.
Kescha und Jürg hatten schliesslich das erwartet knappe Rennen mit dem besseren Ausgang für Kescha - 2:1 insgesamt und 4/1000 Unterschied im Ziel im Entscheidungslauf.
Somit waren die Halbfinals eine reine Rhine-Valley-Angelegenheit:
Jürg, Silvano und Kescha als einziger mit zwei Fahrzeugen hatten noch die Chance auf den Sieg.
Im ersten Halbfinale schlug sich Kescha selbst, als er gegen Jürg zuerst zu früh vom Gas ging, um seine Vorgabe ja nicht zu unterbieten, und dem mit einer schlechteren Reaktionszeit gestarteten Schweizer die Möglichkeit zum Überholen gab, und dann durch einen 6/1000-Frühstart in Lauf 2.
Auch seine nächste Chance konnte Kescha nicht nutzen, da sein Volvo kurz vor dem Ziel plötzlich die Spur verliess und mit Silvanos Chevelle kollidierte. Nach der automatischen Niederlage und einer 2-minütigen Reparaturpause für Silvanos arg lädierten Chevy, den Löt-und Klebemeister Alex auf wundersame Weise wieder zusammenflicken konnte, war Keschas Konzentration dahin und er verpennte den Start total - somit 2:0 für Silvano und der automatische 3. Platz für Kescha.
Trotz der 2 Halbfinalniederlagen war er jedoch auch am Ausgang des Finals massgeblich beteiligt, da Silvanos Chevy nach dem Crash völlig von der Rolle war und Jürg zwar nicht unverdient aber relativ kampflos den Sieg überlassen musste.

Parma Stock war die erste Kategorie ohne Handicaps, und schon die erste Runde brachte etwas überraschend die erste perfekte Reaktionszeit von Hans Rzany in seinem Rennen gegen Patrick - der dafür ausgeschriebene Sonderpreis geht somit auch in diesem Jahr in die Schweiz.
Der nächste Schocker folgte in Runde 2, als der Erstqualifizierte und Top-Favorit Kescha sich mit 2 völlig unnötigen Frühstarts gegen Patrick selbst eliminierte. Osku verlor in einem Duell zweier Käfer gegen den stark verbesserten Dominik, Alex schlug Jürgs Fiat und Rolf Meiers schnellen Parma Mustang, Fred verlor gegen seine technischen Probleme und Hans Rzany, Dominik kam gerade noch an Fabian vorbei, Kescha hatte keine Frühstarts und somit keine Probleme gegen Roger und Jürg fuhr schliesslich die erste 0,9 des Tages (neue PB 0,990) gegen Markus Benz.

Im Viertelfinale trat dann auch Dominik dem 0,9-er Klub bei, eine 0,996 seines neuen Käfers (gebaut von Kescha) schickte Patrick nach Hause, Alex durfte gegen sich selbst antreten und wählte den Jr.Dragster für die nächste Runde, Hans Rzany hatte nicht die Power, um mit Dominiks Ford mitzuhalten, während Kescha das etwas überraschend gegen Jürgs 36er Ford ebenfalls nicht hatte und gegen u.a. eine 0,981 des Schweizers nur die Statistenrolle übernahm.
Halbfinale: Alex schaltete urplötzlich einen Gang hoch (oder hatte endlich den Lachgasknopf gefunden) und liess Dominik mit 0,980 - 0,976 - 0,979 und über 44 Meilen/Stunde (zum ersten Mal in dieser Kategorie) förmlich stehen, Jürg war etwas zu vorsichtig an der Ampel und verlor trotz besserer Fahrzeiten gegen einen gut aufgelegten Dominik zuerst das Halbfinale und dann auch noch mit einem Frühstart und Traktionsproblemen das Rennen um Platz 3.
Alex machte im Finale gleich weiter und sicherte sich mit 0,984 und einer weiteren 0,976 sowie dem neuen Bahnrekord von 44,39 Meilen/Stunde seinen ersten Winternationals-Titel nach ca. 250 zweiten und dritten Plätzen in den Jahren 2005 und 2006.
Herzliche Gratulation an meinen Nachfolger sowie die neuen Mitglieder des 0,9 Sek.-Klubs Osku (im Training), Jürg und Dominik!!!


Der Sonntag begann mit der Klasse Super 16D und es sah zunächst so aus, als ob Charles, Keith und Fred den Sieg unter sich ausmachen würden.
Jürg und Thomas waren die einzige Paarung der ersten Runde - Jürg gewann diese knapp 2:1, ging allerdings eine Runde später gegen Charles und seinen Mustang sang-und klanglos unter.
Charles Zweitwagen, eine Corvette, lief nicht ganz so gut, hatte aber gegen Alex´ Dodge in einem wahren Frühstartfestival trotzdem die Nase vorne, Jürgs Anglia sah gegen Keschas Käfer kein Licht, da dieser plötzlich 2/100 schneller fuhr, als noch in der Quali, Alex, Keschas Comp Coupe und Fred kamen kampflos weiter, während Patrick gegen Osku nur knapp und Keith gegen Thomas klar weiterkamen.
Charles hatte dann wiederum ein Freilos (gegen sich selbst) im Viertelfinale, Kescha kickte im wahrsten Sinne des Wortes Alex´ immer schneller werdenden Impala Lowrider raus (der Käfer verliess nach dem Ziel seine Spur und knallte in den Impala, wonach letzterer seine Karosserie wohl endgültig abschreiben dürfte), Freds Roadster hatte gegen Keschas Coupe technische Probleme und Patrick sorgte schliesslich für eine weitere Überraschung, als er Keiths wesentlich schnelleres Fahrzeug mit wesentlich besseren Reaktionszeiten stoppte, obwohl der Malteser die besten Fahrzeiten des Tages hinlegte.
Die nächste (kleine) Überraschung liess nicht lange auf sich warten - Charles fuhr zwei mal zu früh los und verlor gegen Kescha, der zwei mal sehr gut startete, Kescha machte dann das selbe (wie Charles) gegen Patrick.
Das Rennen um Platz 3 verlief entgegen den Erwartungen etwas einseitig, da Keschas Comp Coupe gegen Charles zuerst gar nicht und dann nur mit Mühe ins Ziel kam, im Finale machte er es mit dem Käfer jedoch besser und besiegte Patrick nach einem Frühstart in Lauf 1 noch 2:1.

Gratulation auch hier an die Sieger, vor allem an Patrick, der mit einem etwas untermotorisierten Fahrzeug dank sehr guter Reaktionszeiten den hervorragenden 2. Platz erreicht hat.

Die Ausgegliechenheit in Gp12 war ein grosser Fortschritt, es hagelte förmlich 0,8-er Zeiten und auch die Rückkehr von Fred Barthelemy an die Spitze des Feldes ist völlig verdient.
Runde 1 hatte 3 Duelle, Alexander Koch aus Deutschland machte es bei seinem ersten Antreten gegen Patrick spannend und verlor nur knapp, während Thomas das Pech hatte, auf Kescha und Charles zu treffen, deren Zweitfahrzeuge (diesmal) immer noch zu schnell für seine Rundstrecken-Motoren waren.
Freds Top-Qualifyer war in der 2. Runde zwar etwas von seiner Bestform entfernt, aber immer noch zu schnell für Patrick, Osku steigerte sich gegen Patricks Zweitfahrzeug, Alex fuhr eine 0,843 gegen Peter und dann eine 0,838 gegen Charles, Kescha kam gegen sich selbst kampflos weiter, Charles verabschiedete sich endgültig gegen Freds hervorragende Fahr- und auch Reaktionszeiten, Osku kam gegen Peters starken Karmann Ghia nur Dank seiner Reaktionszeiten weiter und Keith liess gegen Jürg trotz dessen neuer persönlicher Bestzeit von 0,886 keine Überraschung zu.
Fred zeigte im Viertelfinale gegen Osku erneut gute Form und kam mit einer besseren Reaktionszeit im Entscheidungslauf knapp weiter, Alex musste (leider) gegen sich selbst ran, Fred fuhr weiter grossartig und schickte Keschas Opel zurück nach Sibirien (oder wohin auch immer) während Osku sich gegen Keith verabschieden durfte.
Im Halbfinale war schliesslich Endstation für Fred, der in Angstgegner Alex und (neuer Angstgegner?) Keith seine Meister fand und somit die Plätze 3 und 4 belegte - meine Gratulation an Big Daddy dazu!
Alex war nun klarer Favorit, fuhr jedoch 2 Mal zu früh los und verhalf Keith damit zu seinem ersten Titel - ebenfalls Gratulation an beide.

Als nächstes folgten die Top Fueler, auch hier hatten sich viele Fahrer gegenüber dem Vorjahr stark verbessert.
In der ersten Runde überraschte Dominik Fred mit neuen persönlichen Bestzeiten (Dank einem neuen Motor, den er Tags zuvor bei der Verlosung gewonnen hatte und tuninghilfe von Alex), während Jürg von seinen Landsleuten Roger und Thomas ebenso deutlich aus dem Bewerb geworfen wurde.
Thomas fuhr dabei ebenfalls eine neue persönliche Bestzeit und zum ersten Mal (für ihn) unter 0,900.
Keith benötigte in Runde 2 etwas Glück, um Dominiks neue Wunderwaffe abzuwehren, da Dominik zunächst mit einer perfekten Reaktionszeit von 0,400 in Führung ging und schliesslich nur knapp um 8/1000 im Entscheidungslauf hinter dem Malteser lag.
Charles hatte mit Patrick wesentlich weniger Mühe, ebenso wie Keith mit Hans Rzany und Alex mit Thomas oder Kescha mit Roger.
Alex kam mit seiner #2 gegen Patrick knapp weiter, Fred kam gegen Kescha nie richtig auf Touren und Charles überrollte Thomas auf dem Weg ins Viertelfinale.
Dort hatte Charles´ #2 dann zuwenig Leistung gegen Keiths #1, genau so, wie Keiths #2 gegen Alex. Auch Kescha kam nur mit einem Fahrzeug weiter, er gewann gegen Alex und verlor gegen Charles, der mit 0,812 die vorläufige Bestmarke aufstellte.
Im Halbfinale kam es zu einer sehr knappen Entscheidung zwischen Alex und Keith, wobei Alex mit einer 0,398 den schlimmeren Frühstart als Keith mit einer 0,399 produzierte. Charles verlor ebenfalls mit zwei katastrophalen Frühstarts gegen Kescha, die u.a. den neuen Bahnrekord von 0,784 zunichte machten, machte es aber im Rennen um Platz 3 besser und schlug Alex klar mit zwei weiteren 0,78-ern.
Kescha machte dann im Finale seinerseits 2 Frühstarts und konnte hierauf seinem Nachfolger Keith zum Top Fuel Titel 2007 gratulieren.

Gp20:
Die gleichen Motoren, wie die Top Fueler, aber wesentlich mehr Freiheiten bei Chassis, Reifen und Karosserie machen es hier etwas einfacher, unter 0,9 Sek. zu fahren, was auch von den meisten Fahrern zu neuen Bestzeiten genutzt wurde. und den Druck auf die Favoriten erhöhte.
Jürg Broder setzte sich in Runde 1 gegen Newcomer Marcel Quint/GER durch, das unerwartet frühe Aufeinandertreffen von Alex und Charles sah Alex als Sieger, Osku war nach seiner Niederlage gegen Patrick vermutlich froh, Fred seinen unglückseligen Winston FC wieder zurückgeben zu können und Jürg siegte schliesslich gegen Patricks GTO.
Charles fuhr in Runde 2 eine 0,802 gegen Oskus Grand Am, Peter verlor gegen Rzanys gut gehenden Camaro, Kescha gewann das Rennen der beiden Nostalgie-Funny Cars gegen Jürg klar mit 0,82-ern, Fred hatte gegen Alex´ Käfer-FC den Insektenspray parat, Roger kam gegen Patrick weiter, Alex setzte sich nur knapp dank seiner Reaktionszeit mit 4/1000 gegen Peter durch, Freds FC war ganz einfach schneller als Keschas 32er Ford und Keith beendete die Runde und auch Jürgs Rennen mit neuem Bahnrekord (0,782).
Viertelfinale: Charles verlor Lauf 1 gegen Rzany aber kam dann doch noch 2:1 weiter, Kescha fuhr zwei weiter 0,82-er gegen Fred, Roger machte es spannend gegen Alex aber verlor doch 1:2 und Fred hatte gegen Keiths 0,7er keine Chance.
Halbfinale: Charles und Kescha lagen sehr knapp bei einander und Charles gewann das Rennen knapp 2:1, während Keith gegen Alex weiterhin keine Fehler machte und als Favorit ins Finale einzog.
Finalläufe: Beide Rennen verliefen etwas überraschend, zunächst gewann Alex gegen Kescha mit zwei Super-Reaktionszeiten (u.a. 0,401) trotz der besseren Fahrzeiten des Gegners, dann reagierte Keith gegen Charles viel zu früh und dann viel zu spät.
Die Reihenfolge daher: Charles vor Keith und Alex, Kescha auf dem 4ten Rang.

Gp7 hatte zum ersten Mal ein volles 16-er Startfeld, auf Grund der hohen Kosten für solche Fahrzeuge ein deutliches Zeichen für die positive Entwicklung des Slot-Dragster-Rennsports in Europa.
Osku Herttua traf in der ersten Runde auf den Erstqualifizierten Charles und musste bereits nach einem Lauf mit Getriebeproblemen aufgeben, während Charles mit einer 0,482 seine Favoritenstellung unterstreichen konnte. Fred war auch hier wie aufgeladen und gewann gegen Alex dank besserer Reaktionszeiten (zum wievielten Mal eigentlich?), Holli hatte sein Fahrzeug noch nicht ganz im Griff und verlor gegen den ebenfalls mit Problemen kämpfenden Keith Grech, Peter begann mit einer sehr guten 0,497 gegen Jürgs untermotorisierten Ford, konnte den Sack aber auf Grund zweier Frühstarts in Folge nicht zumachen, Charles hatte mit deiner #2 nicht genug körner gegen Freds wiedergefundene Power, Keiths Cobalt-C fuhr grossartige 0,530 @ 75 mph und war immer noch zu langsam für Keschas Blue Max und dessen 0,49-er, Alex zersägte Peter mit 0,486, 0,463 und 0,454 sowie dem neuen absoluten Bahnrekord von 87,33 Meilen/Stunde (knapp 140 kmh) und Patrick verlor schliesslich gegen Kescha in einem sehr ausgeglichenen Duell im Entscheidungslauf.
Runde 2: Charles und Fred hatten ähnliche Fahrzeiten aber Charles war der Bessere an der Ampel, Keith hatte Probleme und verlor gegen Jürg, Freds 0,50 und 0,51 reichten (knapp) nicht gegen Keschas 0,48 und 0,49, obwohl der Franzose es mit seinen Reaktionszeiten fast noch geschafft hätte und in Lauf 1 nur um 0,001 Sek. unterlag (das knappste Rennen dieses Jahres), und Alex hatte wenig Mühe, Keschas Streamliner mit 0,47 und 0,46 auszuschalten.
Im Halbfinale 1 fand Jürgs Durchmarsch gegen Charles´0,497 und 0,462 ein jähes Ende, in Halbfinale 2 konnte Kescha die sich ihm bietende kleine Chance gegen Alex mit einem Frühstart im Entscheidungslauf nicht nutzen.
Er machte es dann gegen Jürg etwas besser und sicherte sich relativ problemlos Rang 3, während Alex sich mit einem Frühstart selbst um den Sieg brachte. Somit ging der letzte Titel des Tages und der Winternationals 2007 and den Mann aus Malta, vor Alex Mahl und Kescha Platonow aus Österreich.

Nochmals herzliche Gratulation und vielen Dank an die Messeorganisation, alle Sponsoren, Teilnehmer und deren verständnisvolle Familien - ich freue mich schon auf 2008,

Kescha Platonow